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Wie ich in 8 Wochen 660 Newsletter Abonnenten gewinnen konnte

Wie ich in 8 Wochen 660 Newsletter Abonnenten gewinnen konnte

Von Rico-Thore Kauert 2 Kommentare
660 Kontakte

Ich muss zugeben, dass ich Newsletter nicht mag. Zumindest nicht die 90%, die ich täglich von Unternehmen bekomme. Als ich vor einiger Zeit aber wirklich wertige Newsletter z.B. von Sandra Holze kennenlernte, hab ich das Thema nochmal überdacht und erkannt: E-Mails sind (obwohl schon oft tot gesagt) ein ideales Instrument zur Kundenbindung, man muss es nur richtig einsetzen. In dem Artikel hier verrate ich, wie ich in nur acht Wochen 660  Newsletter Abonnenten gewinnen konnte.

Ein Hinweis im Footer reicht nicht

Kennst du diese kleinen Formulare am Ende von Webseiten wo „Newsletter“ drüber steht? Eine Erkenntnis aus 10 Jahren digitaler Beratung: Newsletter Abonnenten gewinnt man so nicht.

Man kann ein solches Formular schon anlegen, was es dann mindestens braucht, ist ein sogenanntes Nutzenversprechen (im Marketing sagen wir dazu „reason why“). Also einen Grund, warum man seine E-Mail Adresse hinterlassen sollte. Auf meiner Seite steht z. B. neben jedem Blogbeitrag ein kleines Feld für den Newsletter mit dem Satz: „Erhalte regelmäßig die besten kostenlosen Tipps für mehr Sichtbarkeit!“ Über diese Variante wirst du einige wenige Abonnenten gewinnen, die deine Webseite besuchen.

Newsletter Abonnenten gewinnen per Lead Magnet

 Newsletter Abonnenten gewinnen

Als Lead Magneten habe ich eine schön gestaltete PDF erstellt, die man auch ausdrucken kann.

 

Um in kurzer Zeit richtig viele Abonnenten zu gewinnen, musst du erst etwas geben. Hier solltest du einen sogenannten Lead Magnet (manchmal wird es auch Freebie genannt) einsetzen, wie ich ihn auch unter https://www.rico-thore-kauert.de/gratis-download/ nutze.

Das Prinzip hier: Du bietest eine Lösung für ein konkretes Problem zum Download an und erhältst im Gegenzug die Mail-Adresse von deinen Nutzern. Ich biete also die „SEO-Checkliste“ an, eine mehrseitige PDF-Datei, die wirklich konkrete Tipps enthält, wie man seine Webseite bei Google besser positioniert.

Um die Datei herunterladen zu können, muss der User seine Mailadresse angeben und bestätigen, dass er meinen Newsletter (am besten du nennst es nicht „Newsletter“ sondern z. B. „Mit der Bestätigung stimmst du zu, dass ich dir regelmäßig meine besten Tipps per Mail senden darf“) empfangen möchte.

Das kleine „Geschenk“ steigert also den Anreiz, die eigene Mailadresse zu hinterlassen, enorm.

Ein Leadmagnet muss übrigens nicht zwingend eine Checkliste sein. Es kann auch ein Video, ein Check-Up, eine Artikelserie oder eine Information sein, an die man sonst nicht so schnell gelangt. Wichtig ist, dass sie für den Nutzer ein sehr konkretes Problem löst.

Beispiele für gute Lead Magneten:

  • Kostenloser Leitfaden für die Erstellung von günstigen Facebook-Anzeigen
  • Checkliste: Journalisten anrufen – so bekommst du deine Story in die Presse
  • Tool-Guide: 10 Tools um selbst Videos aufzunehmen
  • eBook: 25 Rezepte für Menschen mit Glutenintoleranz
  • Ratgeber: Wie du Zuhause ein Tonstudio für unter 500 Euro einrichtest
  • Vorlage: Schnittmuster, mit dem du dir ein Kleid schneidern kannst

 

Der Lead Magnet braucht eine Landingpage

Landingpage

So sieht die Landingpage zu meinem Freebie aus.

 

Damit du deinen Lead-Magneten gut bewerben und Newsletter Abonnenten gewinnen kannst, muss er auf einer extra Seite deine Webseite liegen. Bei mir ist das die Seite https://www.rico-thore-kauert.de/gratis-download/. Diesen Link kann ich nun z. B. auch in meiner E-Mail-Signatur verwenden oder ihn an passenden Stellen in Foren oder Facebook-Gruppen hinterlassen. Passend heißt, dass jemand ein Problem hat, bei dem ich mit meiner Expertise helfen kann.

Die Landingpage sollte sich nur mit dem Thema des Lead Magneten beschäftigen und keine anderen Links nach draußen anbieten. Das Ziel hier muss wirklich sein, dass die Nutzer ihre Mailadresse hinterlassen. Im Idealfall listet du nochmal ganz kurz die konkreten Vorteile des Lead Magneten auf und zeigst in einem schicken Bild, was den Nutzer erwartet.

Bewirb diesen Lead-Magneten bei Facebook

Anzeige auf Facebook

So sieht die Werbeanzeige für den Lead Magneten aus.

 

Nur weil du einen tollen Lead-Magneten erstellt hast, wird dir noch niemand die Bude einrennen. Damit du Newsletter Abonnenten gewinnen kannst, muss jemand deinen Lead Magneten kennen. Hierzu habe ich zwei Dinge getan, mit denen ich die 660 Abonnenten in acht Wochen erreicht habe.

Zum Einen habe ich in Facebook-Gruppen die zu meinem Thema passen auf die kostenlose SEO-Checkliste hingewiesen. Und nicht nur das: Da wo Nutzer konkrete Fragen rund um SEO gestellt haben, habe ich sie beantwortet und geholfen. Auch hier gilt: Erst ganz viel geben, dann wird man sich positiv an dich erinnern.

Der zweite wichtige Baustein: Facebook-Werbung. Denn du musst immer bedenken: Der Aufbau deiner Newsletter-Liste ist eine Investition in dein Geschäftsmodell. Newsletter Abonnenten gewinnen darf  und muss also Geld kosten. So habe ich für die 660 Abonnenten ca. 1.000 Euro an Facebook gezahlt, also deutlich über 1 € pro Abonnent. Das ist recht viel, wenn ich mich noch stärker mit dem Thema Facebook-Werbung beschäftigen würde, könnte man diesen Preis sicher noch senken. Es brauchte aber an die 8.000 Klicks um auf die über 600  Abonnenten zu kommen, d. h. die Conversionrate (also die Erfolgsrate von Klicks zu Abonnenten) liegt bei ca. 7,5%.

Die komplette Erstellung von Facebook Ads in diesem Artikel zu erklären, würde zu weit führen. Aber so viel: Wähle bei der Zielgruppe sehr genau die Leute aus, die deinen Lead Magneten brauchen. Also wenn du Online-Kurse zum Thema Yoga für Frauen anbieten willst und dein Lead Magnet ein Guide mit 10 tollen Yoga-Übungen für die Mittagspause ist, dann spiele die Facebook-Anzeige für diesen Guide nur Frauen aus, die sich für Yoga interessieren und im arbeitsfähigen Alter sind.

Mein Tipp: Wenn dir das alles viel zu kompliziert klingt, gönn dir den Facebook-Leads-Kurs von Sandra, dann kannst du Facebook deutlich besser einsetzen. Ich habe ihn bereits gekauft, muss nur endlich mal reinschauen und die Lektionen weiter bearbeiten (ihr wisst ja wie es ist – es kommt immer was dazwischen : )

Schreibe persönliche und interessante Mails

Newsletter Abonnenten gewinnen ist nur der Anfang. Damit die Nutzer nicht nur dein Freebie (Lead Magneten) laden und sich dann wieder aus deinem Newsletter austragen, solltest du ein paar Dinge beachten.

Am besten du schreibst gar keine Newsletter. Was? Ja genau, schreibe keine Newsletter, sondern persönlich klingende Mails. Du kannst in jeder Newsletter-Software Vorlagen auswählen, die einfach nur weiß sind und wie normale E-Mails aussehen: Denn sind wir ehrlich: Was liest du eher – eine normale Mail, die an dich persönlich gerichtet ist, oder eine bunte Mail mit Firmenlogo?

Sprich deine Leser namentlich an (auch das können die Newsletter-Tools automatisch), erzähle Geschichten aus deinem Alltag, die den Leuten Mut machen und vor allem: Versende zu Beginn keine Werbemails. Es geht darum, den Traffic zu „erwärmen“. Die Leser müssen wissen, dass du ihnen wirklich hilfst mit deinen Inhalten. Wenn sie die dann gut finden, fällt es deutlich leichter, später etwas zu verkaufen.

Außerdem: Nutze einen echten Absendernamen, also „Max Mustermann“ statt „Finanz Newsletter 2000“. Der Grund ist auch hier: Es geht um Persönlichkeit, um natürliche Mails, nicht um PR-Sprache und Hochglanz-Newsletter.

Und zu guter Letzt: Die Betreffzeile sollte ein paar einfachen Anforderungen genügen. Sie sollte möglichst kurz (unter 45 Zeichen) sein, damit sie im Handy noch lesbar ist. Sie sollte entweder einen konkreten Nutzen transportieren (10 Tools mit denen du effizienter arbeiten kannst) oder aber neugierig machen (Wie ich 660 Leser in acht Wochen gewonnen habe : ). Versuche im Text der Mail einen Spannungsbogen aufzubauen, der zum Weiterlesen animiert.

 

Nutze die richtige Software

Die Automatisierungen sind komplex aber hilfreich.

 

Wenn du mit dem Thema erst startest, könntest du mit dem Tool „Mailchimp“ beginnen. Es hat kostenlose Basisfunktionen, die für den Start ausreichen. Soll es aber langfristig wirklich ein professionelles Geschäft werden, dann würde ich zur Profi-Software raten. In meinem Artikel „Meine digitalen Tools“ habe ich mein Newsletter-Programm bereits vorgestellt. Ich arbeite mit ActiveCampaign, weil es als eines der wenigen Programme mit  sogenannten Tags arbeitet, statt nur mit Listen.

Ich kann hier also unzählige Automatisierungen vornehmen. Angefangen von einfachen Mailserien (Nach dem Download des Lead Magneten kannst du z. B. einfach 5 Mails automatisch versenden lassen im Abstand von jeweils 2 Tagen, das erspart sehr viel Arbeit) bis hin zu komplexen Automatisierungen wie „Wer schon mal bei mir gekauft hat sieht in der Mail den Text  A, alle anderen den Text B“. Ich muss zugeben: Das Tool ist nicht ganz trivial zu bedienen, aber es lohnt sich. Wenn du hier Unterstützung brauchst, melde dich gern bei mir. Ich habe Kontakt zu einem ActiveCampaign-Experten, der dir dein System auf Wunsch auch komplett fertig einrichtet oder dir per Skype bei Fragen hilft.

Du siehst: Newsletter Abonnenten gewinnen ist kein Zuckerschlecken, aber auch nicht unmöglich. Es braucht einen guten Lead Magneten, Budget und ein paar Grundlagen beim Schreiben guter Mails. Du kannst Fragen oder Erfahrungen gern in den Kommentaren teilen.

 

 

 

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2 Kommentare

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  • Hallo Rico-Thore,
    dieses Thema brennt mir schon länger unter den Nägeln, aber dein Artikel hat mit die letzten Fragen ganz einfach beantwortet. Jetzt feile ich noch etwas an meinem Freebie und dann weiß ich jetzt auch wie ich die nächsten Schritte meistere. Danke!

    Antworten
  • Hallo Rico-Thore, Danke für diesen Artikel und Glückwunsch zu einem neuen Newsletter Abonnenten. 😉

    Antworten